Einzeltitel

 

Cooper_Wildtöter 1

James Fenimore Cooper
Der Wildtöter

Erster Band

Mit Illustrationen von Michal Elwiro Andriolli,
F.O.C. Darley und Louis Rhead
Aus dem Englischen übersetzt von Gustav Pfizer

376 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
Mit 35 Abbildungen
Format 13,5 x 20,5 cm
Euro 39,80 [D]
ISBN 978-3-96662-608-8

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Cooper_Wildtöter 2

James Fenimore Cooper
Der Wildtöter

Zweiter Band

Mit Illustrationen von Michal Elwiro Andriolli,
F.O.C. Darley und Louis Rhead
Aus dem Englischen übersetzt von Gustav Pfizer

400 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
Mit 33 Abbildungen
Format 13,5 x 20,5 cm
Euro 39,80 [D]
ISBN 978-3-96662-609-5

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Erster Roman der Lederstrumpferzählungen in einer vollständigen deutschen Version (in zwei Teilbänden)

 


Zum Text

Der Wildtöter erschien als letzter Band des fünfteiligen Lederstrumpf-Zyklus. Im chronologischen Handlungsablauf der Serie bildet der Roman den ersten Band. In den 1740er Jahren kommen die beiden Waldläufer Henry March und Natty Bumppo, genannt Wildtöter, an den Glimmerglaßsee im Bundesstaat New York. March kommt, um den ehemaligen Seemann Tom Hutter zu besuchen. March und Bumppo paddeln mit einem Kanu zu Hutters Blockhaus »Biberburg«. Da niemand zu Hause ist, vermuten die beiden Trapper die Bewohner auf dem Hausboot »Arche«. Als sie das Boot in einer Bucht finden, können sie gerade noch einen Angriff der Huronen auf die Familie verhindern. Die Gruppe segelt zusammen zum Blockhaus. March und Hutter beschließen, nachts in das Lager der Huronen einzudringen und möglichst viele zu erschlagen und zu skalpieren, um vom Gouverneur ein Kopfgeld zu erhalten. Beide werden als skrupellose und egoistische Abenteurer beschrieben, denen das Leben eines Indianers nichts gilt. Hutter und March werden von den Huronen entdeckt und gefangen genommen. Zurück im Blockhaus beschließen Wildtöter und die Frauen, die Ankunft Chingachgooks abzuwarten. Die geistig beschränkte Hetty versucht, ihren Vater auf eigene Faust zu befreien. Hetty hat eine Bibel mitgenommen und bittet Häuptling Rivenoak, die Gefangenen aus Gründen der Nächstenliebe freizulassen. Ihr Versuch scheitert, jedoch erklären sich die Huronen bereit, die Männer gegen ein Lösegeld einzutauschen.

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© Boer Verlag

Der Neusatz des Textes folgt der vierten Auflage von 1853, erschienen in der Hoffmann'schen Verlags-Buchhandlung, Stuttgart. Die Abbildungen von Andriolli in der Ausgabe unter dem Titel »Historical Stories of American Pioneer Life by Fenimore Cooper«, Washington 1897. Der Text wurde gemäß der Alten deutschen Rechtschreibung behutsam modernisiert; altertümliche Wendung und Begriffe blieben unverändert.

Der Autor

Cooper

James Fenimore Cooper (1789-1851) war ein amerikanischer Schriftsteller der Romantik. Cooper ist in vielerlei Hinsicht eine Schlüsselfigur der amerikanischen Literatur. Neben Washington Irving war er der erste amerikanische Schriftsteller, der von seinen Büchern leben konnte. Er blieb bis weit in das 20. Jahrhundert hinein auch in Europa der wohl meistgelesene. Nach dem Vorbild Sir Walter Scotts schrieb er die ersten historischen Romane und die ersten Seefahrtsromane der amerikanischen Literatur. Sein umfangreiches Werk umfaßt weiter zahlreiche historiographische Werke, Essays und Satiren über Amerika wie Europa. Besonders bekannt sind bis heute seine fünf Lederstrumpf-Romane, die die Erschließung des amerikanischen Westens durch weiße Scouts, Trapper und Siedler, aber auch die allmähliche Zurückdrängung und Vernichtung der indianischen Kultur thematisieren.

Die Illustratoren

Andriolli

Michal Elwiro Andriolli (1836-1893), polnischer Maler und Architekt, studierte ab 1855 in Moskau Malerei und Bildhauerei. Er graduierte 1858 in Petersburg. Nach seiner Rückkehr nach Polen erhielt er ein Stipendium, das ihm 1861 eine Reise nach Rom erlaubte, wo er seine Studien an der Accademia San Luca fortsetzte. Wegen seiner Teilnahme am Januaraufstand mußte er aus Polen fliehen und lebte zuerst in London und dann in Paris. 1866 kehrte er als Abgesandter polnischer Emigranten in das russisch regierte Polen zurück. Er wurde aber verhaftet und zu Katorga verurteilt. Erst 1871 wurde er begnadigt, worauf er nach Warschau zurückkehrte, wo er als Illustrator für verschiedene Zeitungen arbeitete. Er wurde zu einem der bekanntesten polnischen Illustratoren seiner Zeit und erhielt mehrere Aufträge, die großen Werke der polnischen Literatur zu illustrieren. Am bekanntesten sind seine Illustrationen zu Pan Tadeusz und Konrad Wallenrod , die zwischen 1879 und 1882 entstanden. Zwischen 1883 und 1886 lebte Andriolli in Paris, wo er französische Ausgaben von Shakespeare und James Fenimore Cooper illustrierte.

 

Darley_Web

Felix Octavius Carr »F.O.C.« Darley (1822-1888) wurde in Philadelphia, Pennsylvania, geboren. Er war ein autodidaktischer und produktiver Künstler, der als Mitarbeiter eines Verlags in Philadelphia begann. Nach seinem Umzug nach New York erschienen seine Arbeiten in Zeitschriften wie »Harper's Weekly« und in Büchern verschiedener Verlage. Darley fertigte 500 Zeichnungen für Lossing's »History of the United States« an. Der Schwung und die Kraft seines Stils, seine Leichtigkeit und Vielseitigkeit sowie das hohe Niveau seiner zahlreichen Werke machen ihn zu einem der bemerkenswertesten amerikanischen Illustratoren. Mit Edgar Allan Poe schloss er einen Vertrag über die Schaffung originaler Illustrationen für seine geplante Literaturzeitschrift »The Stylus«. Die Zeitschrift wurde nie produziert, aber Darley realisierte dennoch die Illustrationen für die letzten Folgen von Poes preisgekrönter Geschichte »The Gold-Bug«. 1848 lieferte Darley die Zeichnungen für die erste voll illustrierte Ausgabe von Irvings »Rip Van Winkle«, die von der American Art-Union gedruckt und vertrieben wurde. Im Laufe seiner Karriere fertigte er fast 350 Zeichnungen für James Fenimore Cooper an. 1851 wurde er als Ehrenmitglied in die National Academy of Design gewählt und 1852 zum ordentlichen Mitglied ernannt.

 

Rhead

Louis Rhead (1857-1926), amerikanischer Gebrauchsgrafiker der Art Nouveau. Studienaufenthalt bei dem Künstler Gustave Boulanger in Paris. 1879 erhielt er ein Stipendium am Royal College of Art in South Kensington. Im Herbst 1883 emigrierte Louis Rhead in die Vereinigten Staaten. Er wurde im Alter von 24 Jahren Art Direktor im New Yorker Verlag D. Appleton & Company. In den frühen 1890er Jahren wurde Rhead als Plakatkünstler tätig. 1895 gewann er bei der ersten Internationalen Plakatausstellung in Boston eine Goldmedaille für das beste amerikanische Plakatdesign. In den späten 1890er Jahren nahm die Popularität der Plakatkunst ab und Rhead wandte seine Fähigkeiten der Buchillustration zu.

Der Übersetzer

Pfizer

Gustav Pfizer (1807-1890), Autor und Übersetzer und seit 1838 Redakteur des Morgenblatts für gebildete Stände. Pfizer stammte aus einer Juristenfamilie; er besuchte in Stuttgart ein Gymnasium und wechselte dann an das theologische Seminar in Blaubeuren. Von 1825 bis 1830 studierte er in Tübingen Theologie und Philosophie. Dann arbeitete er als Repetent am Tübinger Stift und wurde 1846 Literaturlehrer an einem Stuttgarter Gymnasium. In dieser Position verblieb er bis 1872. 1849 wurde er außerdem Mitglied der Ersten Verfassungrevidierenden Landesversammlung Württembergs.

 

 


 

 


 

 

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