
Rahel Sanzara
Das verlorene Kind
384 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
Mit 1 Abbildung
Format: 13,5 × 20,5 cm
Euro 39,80 [D]
ISBN 978-3-96662-562-3
LIEFERBAR
Das skandalumwitterte Hauptwerk der Autorin
Zum Text
»Das verlorene Kind« erschien als Vorabdruck in der Vossischen Zeitung und 1926 als Buch und erregte großes Aufsehen wegen des heiklen Themas eines Sexualmordes an einer Vierjährigen. Er erreichte in kurzer Zeit mehrere Auflagen und wurde in elf Sprachen übersetzt. 1926 sollte ihr dafür der Kleist-Preis verliehen werden, den sie aber ablehnte.
Der Text des vorliegenden Neusatzes folgt der Ausgabe von 1926, erschienen im Ullstein Verlag, Berlin. Die originale alte deutsche Rechtschreibung wurde beibehalten.
Zum Autor
Rahel Sanzara (1894-1936) Schauspielerin und Schriftstellerin, besuchte eine höhere Töchterschule mit angeschlossenem Handelsschuljahr. 1913 ging sie nach Berlin und lernte dort den Arzt und Schriftsteller Ernst Weiß kennen, mit dem sie (mit Unterbrechungen) über zwanzig Jahre verbunden blieb. Nach einer Schnellausbildung zur Krankenschwester und entsprechender Tätigkeit 1914/15 ließ sie sich bei Rita Sacchetto zur Tänzerin ausbilden. Nach ihrem Filmdebüt 1917 absolvierte sie eine Schauspielausbildung bei Otto Falckenberg in München. Ab 1921 war sie am Hessischen Landestheater in Darmstadt engagiert. 1924 zog sie sich vom Theater zurück. Ihr Erstlingsroman »Das verlorene Kind« erschien 1926 als Buch und erregte großes Aufsehen wegen des heiklen Themas eines Sexualmordes an einer Vierjährigen. Er erreichte in kurzer Zeit mehrere Auflagen und wurde in elf Sprachen übersetzt. Während der Nazi-Herrschaft blieb sie in Berlin und starb 1936 nach langer Krankheit in einer Privatklinik im Tiergarten. [Quelle: Wikipedia]
Zitat
»Nicht Haß, nicht Versöhnung, nicht Liebe, nicht Verzweiflung konnte er mehr fühlen. Alles war versunken einst, in der Blüte seines Lebens, in der Demut vor Gott, den er erwartete. Doch jetzt dachte er auch nicht mehr an Gott, er, der den göttlichen Funken in seiner Menschenbrust rein gehütet hatte. Er vernahm noch den furchtbaren Niedergang seiner Zeit, ihre leere Verzweiflung, ihre Not, ihre Verschwendung aus Armut, die Mörder ohne Zahl und die Opfer ohne Zahl, er sah das Leben verachtet, den Glauben tot. Er beklagte sie nicht. Ein leerer Raum, nichts Menschlichem mehr erreichbar, so löste sich seine Seele am Ende ihrer weiten Bahn von seinem Körper.«
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