
Bernhard Kellermann
Der Tunnel
416 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
Mit 1 Abbildung
Format: 13,5 × 20,5 cm
Euro 39,80 [D]
ISBN 978-3-96662-389-6
LIEFERBAR
»Der Tunnel« ist das bedeutendste Buch des Schriftstellers Bernhard Kellermann.
Zum Text
Das Werk wurde zu einem der erfolgreichsten Bücher der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Es wurde in mehr als 20 Sprachen übersetzt. Der titelgebende Tunnel ist ein Transatlantik-Tunnel, der unter großen Opfern und trotz eines katastrophalen Unfalls gebaut wird. Protagonist des Romans ist der Ingenieur Mac Allen, der sich vom einfachen Bergarbeiter und Halbwaisen zum Ingenieur hochgearbeitet hat und durch die Erfindung eines Allanit genannten Werkzeugstahls ein Vermögen gemacht hat. Dieser neue Stahl soll es ermöglichen, einen Tunnel unter dem Atlantik zu bauen. Allen plant, von Großbritannien über Nordspanien, die Azoren und die Bermudas die amerikanische Küste 100 km südlich von New York zu erreichen. Das Projekt soll innerhalb von 15 Jahren verwirklicht werden.
Der Text des Neusatzes folgt der Ausgabe 1913, erschienen im S. Fischer Verlag Berlin. Die originale alte deutsche Rechtschreibung wurde beibehalten.
Zum Autor
Bernhard Kellermann (1879-1951) Schriftsteller, begann 1899 an der Technischen Hochschule in München sein Studium, später studierte er Germanistik und Malerei. Ab 1904 machte er sich einen Namen als Romanautor, als eines seiner frühen Werke einem außerordentlichen Erfolg hatte. In den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg erschienen Romane und Reiseberichte im Anschluß an Reisen in die USA und Japan. 1913 erschien sein Hauptwerk »Der Tunnel«. Es war für den Autor und seinen Verlag ein Riesenerfolg: Die Gesamtauflage überschritt eine Million, und das Werk wurde in 25 Sprachen übersetzt. In Rußland wurde es bis 1932 immer wieder gedruckt. Das Buch wurde viermal verfilmt: 1915, 1933 sowie schließlich 1935 als englische Produktion unter Maurice Elvey. Im Ersten Weltkrieg arbeitete Kellermann als Korrespondent des »Berliner Tageblatts«. Mehrere Kriegsberichte wurden veröffentlicht. 1920 erschien der Roman »Der 9. November«, der sich kritisch mit dem Verhalten von Soldaten und Offizieren gegenüber der Bevölkerung auseinandersetzte. Ab 1922 folgten zahlreiche Novellen und Erzählungen. 1926 wurde Kellermann Mitglied der Preußischen Akademie der Künste, Sektion Dichtung. Obwohl er die von Gottfried Benn verlangte Loyalitätserklärung der Sektion zum NS-Staat unterzeichnet hatte, wurde er am 5. Mai 1933 aus der Akademie ausgeschlossen. Der Roman »Der 9. November« wurde verboten und öffentlich verbrannt. Kellermann emigrierte nicht, er leistete auch keinen Widerstand, sondern schrieb nun Trivialromane. Nach dem Zusammenbruch der NS-Diktatur gründete Kellermann zusammen mit Johannes R. Becher den Kulturbund. Er wurde Abgeordneter der Volkskammer der DDR sowie Vorsitzender der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft. Für seinen Roman »Totentanz« erhielt er 1949 den Nationalpreis der DDR. Sein politisch-kulturelles Engagement in der DDR bewog die westdeutschen Buchhändler, seine Bücher aus dem Angebot zu nehmen und ihn zu boykottieren. Sein Name geriet dadurch in Westdeutschland in Vergessenheit.
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