
Knut Hamsun
Segen der Erde
Übersetzung aus dem Norwegischen
von Pauline Klaiber-Gottschau
440 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
Mit 1 Abbildung
Format: 13,5 × 20,5 cm
Euro 42,00 [D]
ISBN 978-3-96662-575-3
LIEFERBAR
Für diesen Roman erhielt Hamsun den Literaturnobelpreis
Zum Text
In der unberührten nordnorwegischen Wildnis, weitab von anderen Menschen, siedelt sich der derbe Landmann Isak an, über dessen Herkunft nichts gesagt wird. Er baut eine Torfhütte, rodet Bäume und tauscht im Winter im Dorf Baumrinden gegen Lebensmittel. Eine Frau für seine Einöde sucht er dort jedoch vergeblich. Im nächsten Frühjahr läuft ihm Inger zu. Sie hatte wegen einer Hasenscharte eine schwere Jugend, aber beginnt ein gemeinsames Leben mit Isak. Durch schwere körperliche Arbeit bei Ackerbau und Viehzucht bringen sie es zu bescheidenem Wohlstand mit Holzhaus, Pferd und Schlitten. Inger gebiert Isak im Jahresabstand die beiden Söhne Eleseus und Sivert. Im deutschsprachigen Raum faszinierte der Roman laut Walther Killys Literaturlexikon eine Schriftstellergeneration, »die dem Zerfallsdenken der Moderne in konservativem Beharren auf Naturwerten eine Alternative entgegenzustellen suchte«. Gemäß dem Urteil Thomas Manns, Arnold Schönbergs, Albert Einsteins, Maxim Gorkis, Gerhart Hauptmanns und André Gides war Hamsun »einer der größten Epiker des 20. Jahrhunderts«.
Der Text des Neusatzes folgt der Ausgabe von 1918, erschienen im Albert Langen Verlag, München. Die originale alte deutsche Rechtschreibung wurde beibehalten.
Zum Autor
Knut Hamsun (1859-1952) war einer der bedeutendsten norwegischen Schriftsteller des frühen 20. Jahrhunderts und Hauptvertreter der modernen Literatur vom Übergang der Spätromantik und dem Naturalismus zur Klassischen Moderne. Der Sohn eines Dorfschneiders wuchs bei seinem Onkel auf und erfuhr dort eine bibelnahe, religiöse Bildung. Lebenspraktische Kenntnisse erwarb sich der Autodidakt bei unterschiedlichsten beruflichen Tätigkeiten, auf weiten Wanderungen durch Norwegen und später während längeren Aufenthalten in den Vereinigten Staaten von Amerika. 1890 erschien sein Roman »Hunger«, der ihn als Vertreter der Moderne in Norwegen bekannt machen sollte. 1892 wurde mit »Mysterien« der zweite große Roman des Autors veröffentlicht. Es folgten populäre Romane wie »Pan« und »Victoria«. 1920 erhielt er den Literaturnobelpreis für sein Werk »Segen der Erde«. Hamsuns Ruhm als Schriftsteller wird überschattet von seinem aktiven Eintreten für den Nationalsozialismus. Hamsun war ein großer Bewunderer Deutschlands und ein entschiedener Gegner des britischen Imperialismus und des Kommunismus. Entscheidend für Hamsuns antibritische Einstellung war das britische Vorgehen im Burenkrieg. Schon im Ersten Weltkrieg war er für die deutsche Position öffentlich eingetreten. Deutschland symbolisierte für Hamsun das »junge Europa«. Er blieb ein Freund Deutschlands bis zu seinem Tode. Zu seinen Verehrern gehörten Thomas Mann, Hermann Hesse, Robert Musil, Arthur Schnitzler, Jakob Wassermann, Stefan Zweig, Martin Buber, Arnold Schönberg und Alfred Einstein. Sie alle schrieben Beiträge zu der Festschrift, die zu Hamsuns 70. Geburtstag in Deutschland erschien.
Der Übersetzer
Pauline Klaiber-Gottschau (1855-1944) war eine literarische Übersetzerin. Sie wurde als eines von fünf Kindern des Pfarrers Karl Friedrich Klaiber-Gottschau (1817–1893) und seiner Frau Pauline (1820–1870) geboren. Im Jahr 1918 heiratete sie Max Gottschau (1849–1923) und lebte mit ihm in Würzburg. Ab 1925 lebte sie bis zu ihrem Tod in Stuttgart. Sie übersetzte Belletristik aus dem Schwedischen, Norwegischen, Dänischen und Englischen.
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