Einzeltitel

 

Hausenstein

Wilhelm Hausenstein
Über Expressionismus in der Malerei

Mit einem Nachwort von Kerstin Bitar

80 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
mit 1 Abbildung
Euro 24,00 [D]; 24,70 [A]
ISBN 978-3-946619-43-7

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Eine der bedeutendsten Abhandlungen Hausensteins
zu Fragen der Kunst.


Kurzbeschreibung

In der bedeutenden Abhandlung Hausensteins geht es um drei Probleme (siehe Nachwort von K. Bitar): Erstens um die Frage nach einer Definition, die durch Gegenüberstellung mit dem Impressionismus und durch Abgrenzung zu Letzerem ermittelt werden soll. Des weiteren geht es in Hausensteins Abhandlung darum, aus welchen vorherigen Kunstströmungen der Expressionismus hervorgegangen ist, wie er sich entwicklungsgeschichtlich erklären lässt und charakterisiert werden kann. In der dritten geht es darum, herauszufinden, inwiefern es in der um 1918 gegenwärtigen Kunst Zitate der vorangegangenen Kunstströmung und Aspekte gibt, die sich in der zukünftigen Kunst weiter fortsetzen. Dazu Hausenstein: »Es bleibt eine andere Frage zu bedenken, deren Beantwortung diesen Gedankengang beschließen muß. Es ist die Frage nach der Bedeutung des Expressionismus in seinem Verhältnis zum Alten und zur Zukunft - soweit Zukunft nämlich als etwas Tatsächliches vorzustellen ist. Einfach gesprochen: Ist der Expressionismus mehr als frühere Kunst?« .

Der Text folgt der verbesserten zweiten Auflage von 1919, erschienen im Erich Reiß Verlag, Berlin.

Zum Autor

Wilhelm Hausenstein (1882–1957), war Schriftsteller, Kunsthistoriker, Publizist und Diplomat. Er setzte sich gegen den Nationalsozialismus und Antisemitismus ein und widmete sich nach dem Zweiten Weltkrieg intensiv der deutsch-französischen Freundschaft. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Karlsruhe studierte er in Heidelberg, Tübingen und München vor allem Nationalökonomie, Geschichte und Kunstgeschichte mit der Promotion als Abschluss. Nach einem Aufenthalt in Brüssel arbeitete er bei den Münchner Neuesten Nachrichten und zugleich als freier Mitarbeiter der Frankfurter Zeitung. 1919 heiratete er Margot (Kohn), eine Jüdin, die er in Brüssel kennengelernt hatte. 1933 erzwang die Politische Polizei seine fristlose Entlassung als Redaktionsmitglied der Münchner Neuesten Nachrichten. Von 1934 bis 1943 war Hausenstein verantwortlich für das Literaturblatt und die Frauenbeilage der Frankfurter Zeitung. 1936 wurde er aus der Reichsschrifttumskammer ausgeschlossen, weil er sich weigerte, die Namen jüdischer Künstler aus seiner Kunstgeschichte zu entfernen und moderne Werke als entartete Kunst zu bezeichnen; in der Reichspressekammer durfte er vorerst verbleiben. 1943 erfolgte die fristlose Entlassung auch aus der Frankfurter Zeitung und ein Verbot publizistischer Arbeit. Im Angesicht der Gefahr, in der er und seine jüdische Frau Margot schwebten, versteckten sie sich in Tutzing am Starnberger See. Nach Kriegsende boten ihm die Amerikaner die Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung an. Weil er andere literarische Pläne hatte, lehnte er das Angebot ab. 1949 gründete er mit 48 anderen Schriftstellerinnen und Schriftstellern die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung. 1950 ging er für die Regierung Adenauer nach Paris, wo er schließlich der erste Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Frankreich wurde. Hausenstein schrieb rund 80 Bücher über kulturelle Themen, Kunst- und Reisebücher, Erzählungen und Erinnerungen. Zu seinem Freundeskreis zählten unter anderen Paul Klee, Annette Kolb, Alfred Kubin, Rainer Maria Rilke und Theodor Heuss. Ab 1950 war er Präsident der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Wilhelm Hausenstein erlag am 3. Juni 1957 einem Herzinfarkt und wurde auf dem Bogenhausener Friedhof in München begraben.

 

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