Einzeltitel

 

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Frank Böckelmann
Ins Kino

160 Seiten, Broschur
mit zahlreichen Abbildungen berühmter Schauspieler
Euro 14,00 Sfr 26,00
ISBN 3-924963-62-2

 

Ins Kino ... oder zwanzigtausend Filme in vierzig Jahren.
Eine Preisschrift für die Selbstvergessenheit im Halbdunkel,
ein Pamphlet gegen den Auftritt von Regisseuren,
Schauspielern und Kritikern...


Textbeispiel

Was ist das für eine Welt, die das Kino hervorbringt und doch nicht verhindert, daß die Zuschauer nach dem Ende der Vorstellung wieder auf sich selbst angewiesen sind? Frank Böckelmann, Kinoenthusiast und Kinoverleugner, geht dieser Frage hartnäckig nach. Die einfache Beschreibung des Entzückens im verdunkelten Saal kündigt das stillschweigende Einverständnis der Cineasten mit den Volkserziehern auf: daß das Filmesehen für etwas anderes, »draußen im Leben«, gut oder schlecht sein soll.
Wo gibt es heute ein Entkommen, wo ist Ankunft, Asyl? Beim Essen? In der Liebe, der Arbeit? Im Urlaub, im Schlaf? Keineswegs – nur im Sessel des Schauers. Böckelmann entdeckt, daß das Vertrauteste noch nie gesagt worden ist (und das Ungesagte das Vertrauteste ist). Es dennoch zu sagen, ist obszön. Der triviale Kinozustand und der ihm verwandte Fernsehzustand bleiben geheim, weil sie in der pausenlosen Gesellschaft (mit den Übersprungszeichen Genau! – Super! – Alles klar!) unmöglich sind, so wie das Alltagskontinuum, vom Filmsessel aus betrachtet, sich als unwahrscheinliche Despotie zu erkennen gibt. Doch die Erfahrung der Unvereinbarkeit von Kino und Sozialwelt hat Folgen. Frank Böckelmanns Berichte und Reflexionen über Kinogängerei, Publikumsverhalten, Fernsehen, Sehexzesse sowie verehrte und verabscheute Schauspieler(innen) entstanden in der Zeit von 1979 bis 1994. In diesem Zeitraum wuchs mit der Zahl der Programme die Selbstherrlichkeit des Zuschauers, und der Kinogänger wurde älter. Beides veränderte ihn, insbesondere seine Einstellung zur Auswahlfreiheit, die mit ihren Verheißungen den Kitzel des Citylebens innerhalb und außerhalb der Abspielräume ausmacht.

Inhalt

... für die Trennung von Leben und Film
... gegen das Kino als moralische Anstalt ...
... für Stan Laurel und Oliver Hardy
... gegen Charles Chaplin ...
... für die Wirklichkeit des Plots
... gegen die Behauptung, die Handlung sei frei erfunden ...
... für Arnold Schwarzenegger und Sigourney Weaver
... gegen Michael Douglas und Meryl Street ...
... für ein anachronistisches Lichtspiel
... gegen repräsentative Fernsehprogramme ...
... für Ingrig Bergman - gegen Marlene Dietrich ...

Pressestimmen

Die Süddeutsche Zeitung schreibt:
Böckelmann hat, wie ein Phantom aus den dunklen Kinosälen heraus, alle überholt mit seinem philosophischen Buch übers Kino: Kinohistoriker und Soziologen, uns Kritiker und postmodernists. Für mich ist dies das beste deutsche Buch zum Geburtstag des Kinos.

 

Reihen:

 

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