
Thomas Mann
Lotte in Weimar
408 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
Mit 1 Abbildung
Format 20,5 x 13,5 cm
Euro 38,00 [D]
ISBN 978-3-96662-543-2
LIEFERBAR
Thomas Manns Goetheporträt ist in vielen Zügen auch Selbstanalyse. Er fühlte sich Goethe wesensverwandt.
Zum Text
»Lotte in Weimar« erzählt in einer Mischung aus Wirklichkeit und Fiktion die Weimar-Reise Charlotte Kestners 1816. Sie hat vor 44 Jahren den jungen Dichter durch ihre Beziehung zu seinem Jugendwerk mit autobiographischen Bezügen, Werthers Leiden, inspiriert und ist als »Lotte« zum weiblichen Idol der Sturm und Drang-Zeit geworden. Nun will sie ihren inzwischen zur internationalen Berühmtheit aufgestiegenen Freund wiedersehen. Charlotte Kestner trifft mit Tochter Charlotte und Zofe Klara am 22. September 1816 frühmorgens mit der Postkutsche in Weimar ein. Ihr Ruf, das »Urbild« der Lotte in »Die Leiden des jungen Werthers«, dem erfolgreichsten Roman der Sturm und Drang-Epoche, zu sein, hat sie über die Jahrzehnte begleitet. Kaum einlogiert, hat sich ihre Ankunft in der kleinen Residenzstadt herumgesprochen und die ersten Besucher melden sich an, welche die berühmte Werther-Lotte sehen wollen und sie über den Dichterfürsten und die Weimarer Gesellschaft informieren. Der Geheime Rat selbst tritt erst im letzten Romandrittel auf und lädt Charlotte zum Mittagessen ein. Hier begegnet sie einem freundlich distanzierten Gastgeber, der die Zeit seiner Jugendliebe in einem ständigen Wandlungsprozess schon lange verarbeitet hat. Zu einer persönlichen Aussprache kommt es erst am Schluss bei einer surrealistisch-traumhaften Begegnung der beiden in Goethes Kutsche. [Wikipedia]
Der Text des Neusatzes folgt der Ausgabe von 1967 erschienen im S. Fischer Verlag, Berlin.
Der Autor
Thomas Mann (1875-1955) war einer der bedeutendsten Erzähler des 20. Jahrhunderts. Er wurde 1929 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Dem 1901 erschienenen ersten Roman »Buddenbrooks« folgten Novellen und Erzählungen wie »Tonio Kröger«, »Tristan« und »Der Tod in Venedig«. Der 1924 veröffentlichte Roman »Der Zauberberg«, mit dem er die Tradition des europäischen Bildungsromans fortführte, zeigt Manns Gestaltungskunst: Der Erzähler wahrt eine skeptisch- ironische Distanz zu den Figuren, typische Konstellationen kehren leitmotivisch wieder, und es herrscht ein syntaktisch komplexer, anspruchsvoller Stil. Diese Merkmale prägen auch die folgenden Veröffentlichungen, unter denen die Novelle »Mario und der Zauberer«, die Romantetralogie »Joseph und seine Brüder« sowie das Spätwerk »Doktor Faustus« hervorzuheben sind. Weithin Beachtung fanden auch seine Essays und Stellungnahmen zu aktuellen politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Fragen. Stand er der westlichen Demokratie zunächst skeptisch gegenüber, wandelte er sich zu Beginn der 1920er Jahre zu einem überzeugten Verteidiger der Weimarer Republik. Während der nationalsozialistischen Herrschaft emigrierte er 1933 in die Schweiz und 1938 in die USA, deren Staatsbürgerschaft er 1944 annahm. Von 1952 bis zu seinem Tod lebte er wieder in der Schweiz. Thomas Mann entstammte der angesehenen Lübecker Patrizier- und Kaufmannsfamilie Mann. Sein älterer Bruder Heinrich und vier seiner sechs Kinder, Erika, Klaus, Golo und Monika, waren ebenfalls Schriftsteller. [Wikipedia]
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