Einzeltitel

 

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Das Buch Esther

Illustrationen von David Bennett
Mit einem Vorwort von Shalom Ben-Chorin

Großformat 36 x 27 cm.
Durchgehend 4-farbig gedruckt auf schwerem Kunstdruckpapier, Fadenheftung, mit handgeschöpftem Kupferdruckbütten bezogener Einband, blind geprägt, schwarzes Büttenvorsatz; 6-farbiger Schutzumschlag
Euro 34,00; SFr 65,00
ISBN 3-924963-46-0

 

Eines der populärsten Bücher des
Alten Testaments in einer bibliophilen
und künstlerisch gestalteten Ausgabe


Kurzdarstellung

Das Buch Esther gehört zu den großartigsten Novellen der Weltliteratur ...
Bereits in seinen Illustrationen zum Alten Testament 1983 hat David Bennett eine Reihe von Bildern zum Esther-Buch geschaffen. Hier nun wendet er sich diesem Thema noch einmal in halbabstrakter Weise zu.
Die ewige Kraft der gleichnishaften Erzählungen der hebräischen Bibel beflügelt David Bennett immer wieder, macht ihn zum Deuter jener paradigmatischen Transparenz, die mir als Kriterium der Bibel erscheint, die sie von anderen großen Denkmälern der Weltliteratur unterscheidet. Im Buch Esther wird uns die erlösende Kraft des Eros demonstriert, die Mächtigkeit einer schönen Frau, die ihr Leben für die Rettung ihres Volkes in die Wagschale wirft. Haman hat in jüngster Vergangenheit einen Nachfolger gefunden, dem es gelungen ist, seine satanischen Pläne zu verwirklichen, was seinem biblischen Ahnherrn versagt geblieben ist. Und dennoch hat die Kraft der Schwachen die Gewalt der Mächtigen überdauert. In der Gottesfinsternis des Holocaust haben wir bang nach dem Deus absconditus gefragt, aber erst nachdem sich der Rauch von den »Wohnungen des Todes« (Nelly Sachs) gehoben hatte, hörten wir wieder das große Trostwort:
»Ich habe dich einen kleinen Augenblick verlassen, aber mit großer Barmherzigkeit will ich dich sammeln. Ich habe mein Angesicht im Augenblick des Zorns ein wenig vor dir verborgen, aber mit ewiger Gnade will ich mich deiner erbarmen, spricht der Herr, dein Erlöser.« (Jesaja 54, 7-8)
Könnte das nicht auch über dem Esther-Buch stehen, wenngleich dessen Schluß, die Rache der Juden an ihren Feinden, nicht dem Ethos entspricht, das aus dem Lied des Mose klingt: »Mein ist die Rache und ich will vergelten« (Deut 32, 35), das für alle Zeit Gott allein die Rache überläßt.

Zum Text

Das Buch Esther liegt in einer hebräischen kürzeren Fassung und in einer griechischen längeren Fassung vor. Die griechische Fassung ist jüngeren Datums und ergänzt den hebräischen Text um folgende Kapitel: den Traum Mordechais, die Aufdeckung der Verschwörung, die beiden Erlasse des Königs, die Gebete Mordechais und Esthers, einezweite Erzählung über Esthers Begegnung mit dem König sowie den Anhang zur griechischen Übersetzung. Das griechische Esther-Buch gibt somit sowohl den gesamten hebräischen Text, wie auch den sogenannten deuterokanonischen der katholischen Kirche wieder. Da der Bilderzyklus von David Bennett auch Textteile illustriert, die nicht im hebräischen Text vorkommen, wurde die griechische längere Fassung gewählt.

Zum Illustrator

David Bennett ist Amerikaner russisch-jüdischer Herkunft, geboren 1941 in Chicago, Illinois, USA. Nach dem Literaturstudium an der Havard University Ausbildung zum Opernsänger bei Gennaro Barra und Hans Hotter. Konzert- und Opernauftritte in den Jahren 1963 bis 1973 vor allem in den Vereinigten Staaten. Nach einem kurzen Intermezzo als Dozent an der Freien Universität Berlin ließ er sich als freischaffender Maler in München nieder. Es folgten zahlreiche Ausstellungen an führenden Museen im In- und Ausland: u.a. 1978 Spertus Museum, Chicago; 1979 Magnes Museum, Berkeley; Skirball Museum, Los Angeles; 1980 Museum of American Jewish History, Philadelphia; 1982 Staatliches Museum für Völkerkunde, München; Städtisches Museum, Braunschweig; 1986 Städtische Galerie, Würzburg; 1989 Städtische Kunsthalle, Mannheim; Kunstverein Ulm. Seine Werke sind u. a. im Besitz des Jewish Museum, New York, des Spertus Museum, Chicago, des Skirball Museum, Los Angeles, der Städtischen Galerie im Lenbachhaus, München, und der Städtischen Galerie, Wolfsburg. Heute lebt und arbeitet der Künstler in München und auf La Palma. Der hier abgedruckte Esther-Zyklus von 22 Blättern entstand Oktober 1989 auf La Palma. Gemalt in Mischtechnik auf schwerem handgeschöpften Büttenpapier (34 x 46 cm). Die Blätter sind heute durch Schenkung von Laura Scheuer, New York, im Besitz des Jüdischen Museums Richard Grimm in München.

Pressestimmen

Anläßlich einer Ausstellung der Bilder von David Bennett in Bendorf schreibt Michael Stoll in der Rheinzeitung:

»An Musik, speziell an jiddische Klezmermusik erinnern David Bennetts Bilder. Seine Zyklen haben einen leisen Rhythmus, die einzelnen Arbeiten wirken darin mal munter-melodisch, mal wie Paukenschläge, Melancholie und Heiterkeit, Hell und Dunkel, schwarz-weiß und Farbe, prallgefüllte Farbflächen und schmale Linien liegen dich beieinander. Was hier [...] zu sehen ist, hat gestalterische Qualität und philosophische Tiefe. Gleichzeitig freut sich das Auge, auch das ungeübte, denn der 1941 in Chicago geborene und seit langem in München lebende Bennett hat eine einfache, dabei epische und in den Details manchmal sogar verschwenderische Bildsprache.
Es sind Szenen aus der hebräischen Bibel, die der Künstler in Linolschnitten, Siebdrucken und Mischtechnik festhält. ...
Ganz anders geht der Künstler seine Interpretationen des Buches Esther an: Mit dynamischem Strich erzählt er die Geschichte in Mischtechniken. Reduziert bei einzelnen Bildern Form und Farbe bis hin zum Abstrakten, tobt Turbulenzen und Gefühlsausbrüche mit kräftigem Pinselstrich auf dem Papier aus. Ein faszinierendes Epos aus der Frühgeschichte des Volkes Israel!«

 

Reihen:

 

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