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Cassirer_Freiheit

Ernst Cassirer
Freiheit und Form

Studien zur deutschen Geistesgeschichte

440 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
Mit 1 Abbildung
Euro 48,00 [D]
ISBN 978-3-946619-77-2

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Ernst Cassirers Grundlagenwerk zur
deutschen Geistesgeschichte

 


Aus dem Vorwort:

Man wird es später einmal als einen der merkwürdigsten Züge im Gesamtbild unserer Zeit bezeichnen, daß mitten in den schwersten Kämpfen um das politisch-materielle Dasein des deutschen Volkes die Frage nach seiner geistigen Wesensart und seiner weltgeschichtlichen Bestimmung immer energischer und immer allgemeiner gestellt worden ist. Mehr und mehr macht sich die Überzeugung geltend, daß es sich in Fragen dieser Art und zu der Selbstbesinnung, zu der sie hinleiten wollen, nicht lediglich darum handelt, einen vorhandenen geistigen Besitz in theoretischer Reflexion festzuhalten und widerzuspiegeln, sondern, daß wir damit im eigentlichen Mittelpunkt der tätigen und produktiven Kräfte stehen, auf denen die künftige Gestaltung unseres Daseins wesentlich beruhen wird. Man mag diesen »metaphysischen« Zug des deutschen Geistes rühmen oder schelten, bewundern oder verwerfen: er gehört in jedem Falle zu den bestimmenden und wirksamen Faktoren der deutschen Geschichte selbst, der an all ihren großen Wendepunkten in irgendeiner Form herausgetreten und sichtbar geworden ist.

Der Text des vorliegenden Neusatzes folgt der zweiten Auflage 1918, erschienen im Verlag Bruno Cassirer, Berlin, die nur unwesentlich gegenüber der Erstausgabe von 1916 geändert wurde.

Zum Autor

Ernst Cassirer (1874-1945) forschte und lehrte zunächst in Berlin, ab 1919 als Philosophieprofessor an der Universität Hamburg. 1933 wurde ihm als Juden dort der Lehrstuhl entzogen. Im selben Jahr verließ er das nationalsozialistische Deutschland und ging zunächst nach Großbritannien ins Exil, wenig später nach Schweden, wo er 1939 schwedischer Staatsbürger wurde, 1941 schließlich in die USA. In der Emigration war er Gastprofessor in Oxford, anschließend Inhaber eines philosophischen Lehrstuhls in Göteborg und später Professor an der Yale-Universität und an der Columbia-Universität in New York. Die Philosophie Ernst Cassirers wird einerseits dem naturwissenschaftlich orientierten Neukantianismus der Marburger Schule zugeordnet. Über die Kategorie der symbolischen Formen und Themen der Sprachphilosophie nahm Cassirer aber auch Denkströmungen des 20. Jahrhunderts auf und formulierte eine eigenständige Kulturphilosophie, die im vorliegenden Band seine deutlichste Ausprägung findet.

Inhalt:

Einleitung
1. Kapitel: Leibniz
2. Kapitel: Die Entdeckung der ästhetischen Formwelt
3. Kapitel: Die Freiheitsidee im System des kritischen Idealismus
4. Kapitel: Goethe
5. Kapitel: Schiller – Freiheitsproblem und Formproblem in der klassischen Ästhetik
6. Kapitel: Freiheitsidee und Staatsidee [ausführlich]:
1. Der Begriff des Deutschtums bei Schiller und Fichte. – Die Anfänge der modernen politischen Theorie. – Die Entwicklung des Staatsgedankens in Italien und Frankreich. – Machiavelli und Richelieu. – Der philosophische Grundcharakter der deutschen Staatstheorien | 2. Die Staatstheorie des deutschen Idealismus. – Leibniz und Wolff. – Der Begriff des Staates und der Staatspersönlichkeit bei Friedrich dem Großen | 3. Kants Stellung in der Entwicklung des Staatsproblems. – Der Gegensatz zu Lessing und Herder. – Der methodische Abschluß und die methodische Überwindung des Naturrechts. – Der Vertragsgedanke als regulatives Prinzip | 4. Wilhelm von Humboldt. – Das ästhetische Ideal des deutschen Humanismus und der Staatsbegriff. – Die Wandlung in Humboldts Grundanschauung. – Staat und Nation. – Die geschichtsphilosophische Deduktion des Staatsbegriffs | 5. Fichte. – Das Sittengesetz und der Begriff des »reinen Ich«. – Verhältnis von Sittlichkeit und Recht. – Die Deduktion des Rechtsverhältnisses. – Der »geschlossene Handelsstaat«; der Staat und seine sozialen Aufgaben. – Die »intelligible« Bedeutung des Staatsgedankens | 6. Die Staatslehre Schellings. – Der Staat als Harmonie von Notwendigkeit und Freiheit. – Die romantische Staatslehre. – Adam Müllers »Elemente der Staatskunst« | 7. Hegel. – Die Entwicklung der Hegelschen Staatslehre. – Das antike Staatsideal. – Verhältnis zu Schelling und zur historischen Rechtsschule. – Die Stellung des Staates im System des »objektiven Geistes«

 

 

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