
Dante Alighieri
Das Neue Leben
Übersetzt und eingeleitet von Karl Federn
148 Seiten, Gebunden mit Schutzumschlag
Mit 4 farbigen Abbildungen
Format: 13,5 x 20,5 cm
Euro 29,80 [D]
ISBN 978-3-96662-509-8
LIEFERBAR
Dantes Liebeserklärung an Beatrice
Zum Text
Dante hat uns die Geschichte seiner Jugendliebe in einem merkwürdigen kleinen Büchlein erzählt, das er vermutlich um das Jahr 1292 geschrieben, und in dem er zu einer Anzahl im Verlauf von zehn Jahren verfaßter Gedichte einen Kommentar in Prosa fügte, der die Entstehung und Beziehungen der einzelnen Gedichte erklärt. Er erzählt uns darin, wie er sich neunjährig in das um ein Jahr jüngere Mädchen, das er damals zum erstenmal in einem blutroten Kleidchen sah, verliebte, welche ungeheure Macht diese Liebe allmählich über ihn gewonnen, welche Seligkeit und welchen Schmerz sie ihm bereitet, was er getan, um sie zu verbergen, und was daraus erfolgte, er erzählt uns neben wenigen äußeren Ereignissen die innere Geschichte seiner Liebe, die Peripetien und Katastrophen in seiner Seele, und erzählt uns schließlich in erschütternder Weise das traurige Ende, das sie genommen, indem die Geliebte am 9. Juni 1290, kaum vierundzwanzig Jahre alt, starb. Er nannte dieses Buch bezeichnend genug das »Neue Leben.« Es ist das lieblichste Buch, das das Mittelalter hervorgebracht hat. Alles darin ist Weichheit und Zartheit, stille, sehnsuchtsvolle, fromme Empfindung, eine Zartheit, die vielen von uns gar nicht mehr zugänglich ist.
Der Text des vorliegenden Neusatzes folgt der Ausgabe 1898, erschienen im Otto Hendel Verlag, Halle a. d. S.
Zum Autor
Dante Alighieri (1265–1321), in Florenz geboren, stammt aus städtischem Adel. Nur literarisch durch seine Werke bezeugt ist seine Beziehung zu jener Beatrice, der er im neunten Lebensjahr erstmals begegnete und die über ihren frühen Tod (1290) hinaus sein Leben bestimmte. Nach dem Tod des Vaters heiratet er eine Tochter aus der Familie der Donati. Seine Ausbildung erhielt er möglicherweise durch Brunetto Latini. Als Ritter nimmt er 1289 an der Schlacht von Campaldino gegen das ghibellinische Arezzo teil. In den 90er Jahren wird er Prior und reist als Leiter einer Delegation nach Rom. Er gerät zunehmend in die Streitigkeiten der »Weißen« und »Schwarzen« (Guelfen), die die Stadt in zwei feindliche Lager spaltet. Der Tod Heinrichs VII. (1313) zerstört Dantes Hoffnungen auf das Ende der italienischen Zwistigkeiten. Wahrscheinlich noch zur Zeit von Heinrichs Italienfeldzug verfasst Dante die »Monarchia«. Schließlich wird er verbannt und es gelingt ihm auch zeitlebens nicht, in seine Heimatstdt zurückzukehren. Er stirbt 1321 in Ravenna. Doch schon zu Lebzeiten hatte sich sein Ruhm als Dichter der »Göttlichen Komödie« in Italien verbreitet. [Bildquelle: Wikipedia]
Zum Übersetzer und Herausgeber
Karl Federn (1868-1943), österreichischer Jurist, Übersetzer und Schriftsteller, machte 1885 Matura am Akademischen Gymnasium. Er studierte 1885 bis 1890 Rechtswissenschaften und promovierte zum Dr. jur. Danach eröffnete er zunächst eine Anwaltspraxis, die er nach kurzer Zeit wieder aufgab. Federn war dann als freier Autor in Wien und ab 1908 in Berlin tätig. Für das liberale Berliner Blatt war er 1915 bis 1918 als Sonderberichterstatter in Lugano tätig, danach arbeitete er bis 1921 im Auswärtigen Amt als Referent für italienische Angelegenheiten. Federn war zusammen mit Ludwig Fulda erster Vorsitzender des deutschen P.E.N.-Zentrums. Er emigrierte 1933 nach Dänemark und ging 1938 nach London, wo er sich einen Namen als Kritiker des Marxismus machte. Als literarischer Übersetzer übertrug er aus dem Italienischen (Dante Alighieri) und Englischen (Ralph Waldo Emerson, Herman Melville, James Fenimore Cooper und Walt Whitman).
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