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Einhard

Einhard
Kaiser Karls Leben

Lateinisch - Deutsch
Übersetzt von Otto Abel
Bearbeitet von Wilhelm Wattenbach

124 Seiten, Gebunden mit Schutzumschlag
Mit 1 Abbildung
Formt: 13,5 x 21,5 cm
28,00 [D]
ISBN 978-3-96662-535-7

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Einhards berühmte Vita prägte den Stil der mittelalterlichen biographischen Geschichtsschreibung.


Zum Text

Von den verschiedenen schriftstellerischen Werken Einhards ist das Leben Karls des Großen zwar nicht das umfangreichste, aber dasjenige, welches ihm seinen Ruhm begründet hat. Er schrieb es als gereifter Mann, etwa im 45sten Jahre seines Lebens, in der nächsten Zeit nach Karls Tode, jedenfalls noch vor dem Jahr 820, wie daraus hervorgeht, daß es schon im Jahr 821 unter den Büchern des Klosters Reichenau angeführt wird. Der Inhalt der Schrift trug nicht minder als die Trefflichkeit ihrer Form dazu bei, daß sie gleich bei ihrem Erscheinen die allgemeine Aufmerksamkeit und Bewunderung aus sich zog und das ganze Mittelalter hindurch das beliebteste und gelesenste Buch blieb. Damit hängt es denn auch zusammen, daß sie, wie nicht leicht ein anderes Buch, von späteren Schriftstellern teils ausgeschrieben, teils nachgeahmt wurde, so noch zu Einhards Lebzeiten von den Geschichtschreibern Kaiser Ludwigs und den Chronisten von Fulda und Fontenelle. Unter König Arnulf machte ein Sachse, gewöhnlich der Poeta Saxo genannt, eine metrische Umschreibung von Karls Leben in Distichen; und noch im zwölften Jahrhundert nahm es Rahewin bei seiner Schilderung Kaiser Friedrichs I. zum Vorbild.

Der Text des Neusatzes folgt der dritten Auflage von 1893, erschienen im Verlag der Dykschen Buchhandlung, Leipzig. Die alte deutsche Rechtschreibung wurde beibehalten, aber behutsam modernisiert. Der lateinische Text folgt der Ausgabe von 1911, herausgegeben von G. H. Pertz und G. Waitz, bearbeitet von O. Holder-Egger, erschienen in der Hahn'schen Verlagsanstalt, Hannover und Leipzig.

Der Autor

Einhard_Karl_01

Einhard vor Karl dem Großen, © Boer Verlag; Quelle: Wikipedia

Einhard (770-840) gilt als einer der herausragendsten Gestalten der karolingischen Renaissance und war Nachfolger seines Lehrers Alkuin als Leiter der Hofschule Karls des Großen. Er war auch Ratgeber Ludwigs des Frommen sowie Laienabt vieler Klöster. Einhard, der aus adliger ostfränkischer Familie stammte, wurde zunächst im Kloster Fulda erzogen. Als Urkundenschreiber ist er dort zwischen 788 und 791 belegt. 794 wurde er von Abt Baugulf von Fulda zur weiteren Vervollkommnung seiner Bildung an die Hofschule gesandt, wo er Schüler Alkuins wurde und bald zum engsten Kreis um Karl den Großen zählte. Einhard leitete die Errichtung zahlreicher Bauten Karls des Großen. Auch über die Hofwerkstätten führte er die Aufsicht. In den Kämpfen der Söhne gegen den Vater bemühte sich Einhard als Vertreter des Reichseinheitsgedankens um eine friedliche Lösung der Konflikte. Er gründete bei Michelstadt im Odenwald eine Abtei, die Einhardsbasilika in Steinbach, für die er sich in Rom um Reliquien der Heiligen Marcellinus und Petrus Martyr bemühte. Er scheint niemals Geistlicher gewesen zu sein, sondern führte nach der Sitte der Zeit die oben genannten Klöster und Stifte als Laienabt. 836 starb seine Frau Imma, die entgegen der Legendenbildung wahrscheinlich keine Tochter Karls des Großen war. Eine weitläufige Verwandtschaft der Ehefrau Einhards mit Hildegard und damit auch mit Ludwig dem Frommen erscheint daher als nicht unwahrscheinlich. Von den vier heute noch bekannten Werken Einhards ist die Biographie Karls des Großen, die Vita Karoli Magni , das bedeutendste. Ein weiteres wichtiges Werk ist die Translatio et Miracula SS. Marcellini et Petri , ein Bericht von der von ihm veranlaßten Überführung der Reliquien zweier Heiliger von Rom nach Seligenstadt mit den für die Translationsberichte üblichen Wunder-Erzählungen. Schließlich sind noch die kurze theologische Schrift »De adoranda cruce« und eine für Gebetszwecke aufbereitete Auswahl aus den Psalmen zu nennen. Daneben ist eine größere Sammlung von Briefen Einhards erhalten. 840 starb Einhard in Seligenstadt. In Erinnerung an Einhard und sein Werk wird von der Einhard-Stiftung zu Seligenstadt seit 1999 alle zwei Jahre der Einhard-Preis für biographische Literatur verliehen. [Wikipedia]

Der Übersetzer und Bearbeiter

Bild Abel

Otto Abel (1824-1854), Historiker, studierte nach Beendigung seiner Schulbildung 1842 an den Universitäten Tübingen, Jena, Heidelberg, Bonn und Berlin im Hauptfach Geschichtswissenschaft. Politisch interessiert und engagiert trat Abel 1848 in Tübingen mit Begeisterung für die Idee eines preußischen Kaisertums ein und publizierte hierzu die Schrift »Das neue Deutsche Reich und sein Kaiser«. Durch Minister Heinrich Alexander von Arnim kam Abel zu einer Anstellung im preußischen diplomatischen Dienst, doch bereits 1850 legte er dieses Amt wieder nieder. Er ließ sich in Berlin nieder und wurde dort Mitarbeiter der »Monumenta Germaniae Historica«. 1851 habilitierte er sich als Dozent der Geschichte in Bonn. Er war befreundet mit Jacob Grimm, der ihm eine Todesanzeige in der Vossischen Zeitung widmete.

Bild Wattenbach Wilhelm Wattenbach (1819-1897), Historiker und Paläograf. Wattenbach studierte Philologie an den Universitäten Bonn, Göttingen und Berlin. 1843 begann er seine Arbeit für die »Monumenta Germaniae Historica (MGH)«. Sein Hauptwerk waren »Deutschlands Geschichtsquellen im Mittelalter bis zur Mitte des XIII. Jahrhunderts« (1858). Unter seiner Leitung entstand außerdem eine Neuarbeitung des Regestenwerks »Regesta pontificum« von Philipp Jaffé; diese zweite Auflage wird in der historischen Forschung bis heute genutzt. Er war Herausgeber der Reihe »Die Geschichtschreiber der deutschen Vorzeit«. 1862 wurde er Professor für Geschichte in Heidelberg, elf Jahre später Professor in Berlin. Von herausragender Bedeutung für die Erforschung der Anfänge des deutschen Humanismus waren seine Studien zu Peter Luder in Heidelberg.

Inhalt

Einhards Leben
Walafrids Prolog
Prologus
Vorwort
Vita Caroli
Kaiser Karls Leben
Anhang
1. Einhard und Imma
2. Kaiser Karls Traum

 

 


 

 

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