Einzeltitel

 

Tennyson

Alfred Tennyson
Königsidyllen
Illustrationen von Gustave Doré

Legenden um König Arthur
und die Ritter der Tafelrunde
Aus dem Englischen übertragen von Carl Weiser

216 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
Mit 39 Abbildungen
Format 20,5 x 13,5 cm
Euro 38,00 [D]
ISBN 978-3-96662-543-2

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Dorés einfühlsame Illustrationen zu den poetisch ausgestalteten Arthur-Legenden

 


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© Boer Verlag

Zum Text

Die Königsidyllen erschienen im Jahre 1859. In ihrer Gesamtheit bilden die Königsidyllen ein Werk, auf das die englische Nation mit Recht stolz ist. Die alte Masse der Arthussage behandelte Tennyson wie einst Homer die Mythen der klassischen Zeit: er verschmolz sie in ein harmonisches Ganzes, vereinte epische Hoheit mit dramatischem Leben. Ein anziehendes Bild der Ritterzeit entrollt sich vor uns: hier herrscht Liebe, höfische Anmut, Lehnstreue und unverfälschter Christensinn. Arthur ein edlerer Agamemnon, Lancelot ein anderer Achilles, Ginevra eine germanische Helena sind die Hauptpersonen; neben ihnen die anziehenden Heldengestalten der Tafelrunde. Die erste Idylle, Enid, erinnert an Hartmann von Aues Erec; der Held heißt hier Geraint, die Heldin ist eine nordische Griseldis. An poetischem Gehalt der Enid nachstehend, entschädigt uns Vivien durch munteres Tempo und neckische Motive. Die stereotypisch gleichen Wendungen zu Beginn neuer Redeabsätze erinnern lebhaft an Homer. Die dritte Idylle erzählt von der unglücklichen Liebe der Lilienmaid Elaine. Neben dieser Fabel tritt jedoch die zweite, die als roter Faden die ganze Dichtung durchzieht, greifbar hervor: die ehebrecherische Neigung der Königin Guinevere zu Lancelot. Die tragischen Folgen dieses Verhältnisses und der Königin Buße schildert die letzte und schönste Idylle, Guinevere. [Wikipedia]

Der Text des Neusatzes folgt der Ausgabe von 1882, erschienen im Verlag von Philipp Reclam Leipzig. Die alte deutsche Rechtschreibung wurde beibehalten. Die Illustrationen erschienen zuerst in »The Doré Gift Book of Illustrations to Tennyson’s ›Idylls of the King‹«.

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© Boer Verlag

Der Autor

Tennyson

Alfred Tennyson (1809-1892) britischer Dichter des Viktorianischen Zeitalters. Zwischen 1828 und 1830 studierte Tennyson in Cambridge am Trinity College, beendete aber sein Studium nicht. Als Student wurde Tennyson für ein Gedicht die »Chancellor’s medal for English verse« verliehen. Im Sommer 1830 reiste Tennyson mit Arthur Henry Hallam durch Frankreich in die Pyrenäen. Sie wollten Revolutionären, welche sich gegen die spanische Monarchie erhoben, einen im Vereinigten Königreich gesammelten Geldbetrag überbringen. Als im März 1831 sein Vater starb, verließ Tennyson sofort die Universität, um seiner Mutter beizustehen. Am 1. Juni 1850 veröffentlichte Tennyson In Memoriam , eine elegische Klage auf den Tod seines Freundes Arthur Hallam, an der er siebzehn Jahre lang gearbeitet hatte. Mit diesem Gedicht schaffte er den Durchbruch; die Kritik war überwältigend. 1854 schrieb er das berühmte Gedicht »The Charge of the Light Brigade« zum Gedenken an den tapferen, blutigen und verlustreichen Angriff der britischen Kavalleriebrigade im Oktober 1854 auf eine russische Artilleriestellung während des Krimkrieg in der Schlacht von Balaklawa. 1864 wurde er Ehrenmitglied (Honorary Fellow ) der Royal Society of Edinburgh und 1865 Mitglied (Fellow) der Royal Society of London. 1875 wurde Tennyson in die Académie royale des Sciences, des Lettres et des Beaux-Arts de Belgique und 1876 in die American Academy of Arts and Sciences gewählt. 1884 wurde er als Baron Tennyson zum Peer erhoben. Damit stand ihm auch ein Sitz im House of Lords zu. Eine Umfrage in dieser Zeit ermittelte, daß Tennyson neben Königin Victoria und Premierminister William Gladstone der bekannteste Brite war. Alfred Tennyson erkrankte im Frühling 1892 an einer hartnäckigen Grippe, an der er am 6. Oktober 1892 starb. Seine Gedichte thematisierten oft die englische Mythologie (z. B. die Artussage in »Idylls of the King« 1859) und Geschichte (The charge of the Light Brigade) und boten somit inhaltlich verschiedenste Vorlagen für die viktorianischen Kunstbewegungen des 19. Jahrhunderts.

Der Illustrator

Dore

Gustave Doré (1832-1883), französischer Maler und Grafiker. Mit dreizehn Jahren kam er nach Paris und war mit 15 Jahren 1847 als Illustrator beim »Journal pour rire« tätig. 1853 bekam er die Gelegenheit, die Illustration zu den Werken Lord Byrons beizusteuern. Später folgten Aufträge für andere Veröffentlichungen. Zehn Jahre danach (1863) besorgte Doré die Illustration der französischen Ausgabe von Miguel de Cervantes’ Don Quixote, zu der er 370 Bilder anfertigte. Durch den Erfolg seiner Bibel-Illustrationen von 1866 konnte Doré ein Jahr darauf in London eine große Werkschau abhalten. Gustave Doré wurde nur 51 Jahre alt und hinterließ ein imposantes Werk mit mehreren tausend Einzelstücken. [Wikipedia]

Der Übersetzer

Carl Weiser (1855-1925); österreichischer Schriftsteller und Übersetzer. geboren in Czernowitz, gestorben in Wien. Sein Hauptwerk ist die »Englische Literaturgeschichte«, erschienen 1910 im Göschen Verlag, Leipzig.

Inhalt

Vorwort
I. Enid
II. Vivien
III. Elaine
IV. Guinever

 

 


 

 

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